Vor drei Wochen wurde ich aus meinem Netzwerk gefragt, ob ich Prismedi bei der ISO/IEC-27001-Zertifizierung begleiten möchte.
Meine Antwort: sehr gerne.
Zum einen bringe ich die fachliche Erfahrung mit. Zum anderen ist das Team richtig sympathisch und das, was Prismedi im medizinischen Umfeld aufbauen möchte, sinnvoll und spannend.
Jetzt sind wir gestartet. Das Setup: Confluence, Jira und Claude Code.
Gestern habe ich mit Claude Code eine große Übersicht erstellt, die sich an der Statement of Applicability orientiert, aber gleichzeitig das Projektmanagement abbildet. Darin enthalten sind unter anderem:
- zu beschreibende Prozesse
- erforderliche Aufgaben
- vorzulegende Records
- insgesamt rund 140 Zeilen
Diese Übersicht wurde anschließend in Jira-Tickets gespiegelt. Auch die Vorgaben für die Inhalte der einzelnen Tickets wurden automatisiert ergänzt.
Zeitaufwand für dieses erste Grundsetup: ungefähr zwei Stunden.
Vor etwa zehn Jahren bin ich bei einem ähnlichen Projekt grundsätzlich genauso vorgegangen: Übersicht in Confluence, Aufgabenverfolgung über Jira. Nur war damals ein großer Teil Handarbeit. Nach meiner Erinnerung stand das Setup erst nach ungefähr fünf Wochen. Das waren ausdrücklich keine fünf Wochen reine ISO-Arbeitszeit, aber der Unterschied in der Geschwindigkeit ist trotzdem enorm.
Wichtig ist dabei: Die automatisch generierten Inhalte sind als solche gekennzeichnet. Wir haben sie zunächst grob geprüft und gehen in den einzelnen Sprintplanungen noch einmal fachlich ins Detail. Dort wird kontrolliert und nachjustiert.
KI ersetzt also nicht die Expertise oder Verantwortung. Aber sie kann den administrativen Aufbau so stark beschleunigen, dass mehr Zeit für die wirklich wichtigen Fragen bleibt.
Und genau das finde ich gerade ziemlich irre.